Multi – Kulti

 

Der Traum von einem respektvollen Miteinander aller Menschen in Freiheit, unter der Prämisse von Gleichheit und Gerechtigkeit, unbeeinflusst von Hautfarbe, Herkunft und Religion, frei von Dogmatismus, Ressentiments, Vorurteilen und eitlem Ansinnen, dient als Leitbild, als Grundkonzept für eine Welt in Frieden und Menschlichkeit. Dies entspricht voll und ganz einer Zukunftsvision, dem freimaurerischen „Tempel der Humanität“.

Aber diese Vision setzt mündige Menschen voraus, Menschen, die sich nicht beeinflussen lassen vom Mainstream, von Trends, von Verführern und verstaubten Traditionen. Zur Umsetzung bedarf es denkender Menschen von freiem Geist und freier Meinung, die der Selbstreflexion und einem objektiven Beurteilungsvermögen fähig sind.

Und es bedarf nicht zuletzt gegenseitiger Toleranz, einer arg in Mitleidenschaft geratenen Tugend, ausgelutscht und ausgetreten, falsch verstanden und missbraucht, so man das Wörtchen „gegenseitig“ übersieht. Und zum Leidwesen aller wird es übersehen und missachtet.

Wen wundert’s da noch, wenn der Begriff Multi-Kult die Gemüter erhitzt und eine sachliche Diskussion kaum noch möglich scheint. Die Lager sind gespalten in Befürworter und Gegner, Hardliner allesamt.

Dabei stünde es jeder Nation gut zu Gesichte, von den positiven Seiten anderer zu lernen, eckige sowie scharfkantige Unebenheiten abzuschleifen. Mir jedoch kommt es vor, als klaubte man anstatt der Rosinen die faulen Eier aus dem vorgelegten Mischmasch, ständig fokussiert auf das Haar in der Suppe, sich einschwörend auf das vermeintlich Schlechte. Da ist man sich schnell einig, wenn es darum geht, einen Buhmann auszumachen, an dem man sich abreagieren kann – Mainstream eben. Die Medien sind voll davon und bedienen ein Bedürfnis, das sie selbst geweckt und gepflegt haben. Gelenkte Desinformation und gezielte Meinungsbildung für eine übersättigte, gelangweilte Masse, die einen fruchtbaren Nährboden für Gerüchte und Polemik darstellt.

Jene Idee einer multikulturellen Gesellschaft ist in Verruf geraten, schreibt selbst die Bundeszentrale für politische Bildung. Diskussionen über religiösen Fanatismus, Parallelgesellschaften, Zwangsehen, Ehrenmorde und kriminelle Übergriffe durch Ausländer hätten dazu beigetragen. Verständlich, haben sie doch sehr wenig mit aufgeklärtem, humanistischen Gedankengut von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit zu tun. Und genau deswegen dürfen die vorliegenden Tatsachen weder totgeschwiegen, noch schön geredet werden.

Wir haben uns in Mitteleuropa unsere Menschenrechte und damit eine humanistische Gesellschaftsordnung hart erarbeitet, haben uns nach vielen Hundert Jahren in Dunkelheit und Dogmatismus ans Licht gekämpft. Sollen wir all das jetzt in wenigen Jahrzehnten aufs Spiel setzen, einer falsch verstanden Toleranz opfern?

Wollen wir Mitteleuropa zu einer Müllkippe verkommen lassen, zu einem zweiten Kalkutta, Indien, Jakarta, Rio de Janairo oder Lagos werden lassen??

Einer Studie des Familienministeriums zufolge, gab es im Jahr 2011 mindestens 3400 zwangsverheiratete Frauen und Männer in Deutschland. Trotz Verbot von Zwangsehen im selben Jahr sorgen Clans für ihre eigene Gerichtsbarkeit bis hin zur Paralleljustiz (Scharia) und das nicht nur in Bezug auf Eheschließungen.

Es kommt in Deutschland auch nicht zu einer Assimilation fremder Kulturen, in keinem Land erfolgt dies. Überall entstehen Parallelgesellschaften, Chinatown, Koreatown, Little Italy, Little Japan, Little Vietnam, Little Odessa auf Coney Island (jetzt in russischer Hand).

Weltweit entstehen türkische Viertel, serbische Viertel, polnische Viertel (Greenpoint in Brooklyn), albanische Viertel, libanesische Viertel (Miri-Clan in Bremen;  https://www.google.de/amp/m.faz.net/aktuell/politik/inland/organisiertes-verbrechen-gespraech-mit-experte-ueber-die-gefahr-durch-arabische-clan-kriminalitaet-15529799.amp.html%3fpremium), Senegalesen scharen sich im Norden der Stadt Palma de Mallorca zusammen, Syrer oder Araber, sortiert nach ethnischer Zugehörigkeit leben in Enklaven, erobern ganze Stadtteile. Nehmen wir nur das Cartier d’Arabe (Barbès) in Paris, wo sich Flics nur in Gruppen und mit Maschinenpistole bewaffnet hinein trauen. Nahezu eine Endlosliste, die man erstellen könnte.

Und wir Deutsche sind da keineswegs besser, wo Deutsche hinkommen, bilden sie Zellen deutschen Lebensstils, ob in den USA (German Broadway), Kanada (Vancouver City; jetzt chinesisch), in Brasilien (Blumenau), in Israel (deutsche Landsmannschaften) oder auf Mallorca (Can Picafort) und missionieren ihr Deutschtum.

Kaum einer ist willig, seine eigene Kultur einer Vermischung preiszugeben, deshalb die Zwangsehen unter den Türken oder die Ehevermittlung per Gentest bei den Juden anhand von Datenbanken in Antwerpen und Brooklyn, um Erbkrankheiten wie die Tay Sachs zu verhindern. Aber auch eine selektive Eheanbahnung unter zusätzlicher Einbeziehung der geistigen wie materiellen Ausstattung.

Wer behauptet, es gäbe keine Parallelgesellschaften, der schaut nur oberflächlich hin oder ist schlicht blind und gehörlos, wobei ich das Wort „ignorant“ diesbezüglich bevorzugen würde.

Nur Diktaturen kennen keine Parallelgesellschaften, bzw. lassen sie nicht be- und entstehen. Nein, wir sind nicht diktatorisch, nicht totalitär, bei uns kann jeder tun und lassen, was er will, vor allem diejenigen, vor denen wir Angst empfinden. Deshalb lassen wir die Parallelgesellschaften gewähren, lassen ihnen ihre kriminellen Aktivitäten, leben mit ihnen, oder besser gesagt neben ihnen und sind noch so borniert zu behaupten, Parallelgesellschaften seinen ein Aushängeschild für eine freie Welt, für Toleranz. Kaum zu glauben, denn wie kann eine Welt, in der eine ethnisch-kulturelle Vermischung nicht erwünscht ist und von Dogmatikern unterbunden wird, als frei bezeichnet werden? Eine Welt mit Parallelgesellschaften zeigt oberflächlich die Freiheit, sich abzusondern, eigene Wege gehen zu dürfen, andererseits die Unfreiheit, sich zu integrieren, auch für diejenigen, die es wollten.

Parallelgesellschaften bieten dem einzelnen Geborgen- und Vertrautheit und nehmen ihm die Angst in der Fremde. Nachvollziehbar und akzeptabel, solange sie sich an die allgemeinen, im Land üblichen Spielregeln halten, also das Grundgesetz achten und nicht nach ihren eigenen Gesetzen leben, Schwarzmarkt betreiben, kriminell sind und die Menschenrechte missachten.

Wolfgang Kubicki sagte dazu treffend in einem Interview am 03.01.2015 der Schwäbischen Zeitung: „Ich akzeptiere nach wie vor nicht, dass Menschen, die bei uns leben, ihre Kinder in andere Länder schicken und zwangsverheiraten. Ich akzeptiere nicht, dass es Parallelgesellschaften gibt, in denen Frauen schlechter behandelt werden als Hunde oder Esel, und ich akzeptiere auch nicht als kulturelle Vielfalt, dass mir Menschen gegenübertreten, deren Gesicht ich nicht sehen kann – Stichwort Vermummungsverbot. Es liegt im Interesse des Gemeinwohls, dass es keine Parallelgesellschaften gibt.“
Hier werden die Spielregeln eben nicht eingehalten.

In einem Positionspapier vom März 2015 warnt die CDU vor Parallelgesellschaften und unterbreitet ihre Vorstellung wie folgt: „Wir erwarten von jedem Menschen, der bei uns Schutz und Zuflucht erhält, ein hohes Maß an Loyalität und Integrationsbereitschaft. Die Integration ist keine Einbahnstraße.“ Von muslimischen Verbänden und Religionsgemeinschaften erwarte man ein „entschiedenes Eintreten gegen extremistische Tendenzen“. (dpa)

Und ein Polizist türkischer Abstammung aus Duisburg ist der Auffassung: Die „Sozialromantik“ in der Politik könne er nicht verstehen. Nach seinen persönlichen Erfahrungen steht für ihn fest: „Man kann sagen, Multikulti ist gescheitert.“ Sein Fazit, auch wenn er mit dieser Aussage gleich in die rechte Ecke geschoben würde: „Wer sich nicht an die Gesetze hier halten will, soll das Land verlassen.“

Ähnliches äußerte Frau Merkel am 16.10.2010 in Potsdam auf dem Deutschlandtag der JU: „Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!“ Nur will sie davon jetzt nichts mehr wissen.

Und im April 2014 berichtete die griechischstämmige Polizistin Tania Kambouri aus Bochum der „Welt“ gegenüber ähnliches. Die 30 Jahre alte Beamtin sorgte mit ihrem Leserbrief an die Gewerkschaftszeitung „Deutsche Polizei“ für Aufsehen, in dem sie sich folgendermaßen ausdrückte: „Meine deutschen Kollegen scheuen sich, ihre Meinung über die straffälligen Ausländer zu äußern, da sofort die alte Leier mit den Nazis anfängt“.

Kein Einzelfall, viele Polizisten äußern sich so, wenn sie allein und unbeobachtet sind. Täten sie es in der Öffentlichkeit, drohte ihnen ein Disziplinarverfahren, denn Kritik an Minderheiten, auch wenn sie der Wahrheit entspricht, ist unerwünscht.

Wie weit dies führen kann, zeigt ein Entwurf des European Council on Telerance and Reconciliation (ECTR) mit dem Titel: „A EUROPEAN FRAMEWORK NATIONAL STATUTE FOR THE PROMOTION OF TOLERANCE“.

http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/libe/dv/11_revframework_statute_/11_revframework_statute_en.pdf

Der ECTR bereitet praktische Empfehlungen für Regierungen und internationale Organisationen vor, um die interreligiösen und interethnischen Beziehungen in Europa zu verbessern.

Dieser Entwurf sieht in Sektion 2e vor, dass die EU „konkrete Maßnahmen“ ergreift, um Rassismus, Vorurteile nach Hautfarbe, ethnische Diskriminierung, religiöse Intoleranz, totalitäre Ideologien, Xenophobie, Antisemitismus, Homophobie und „Anti-Feminismus“ zu „eliminieren“. Sektion 6c verlangt, dass neue Behörden eingerichtet werden, die dies überwachen. Sektion 7 fordert, dass Verstöße nicht als einfache, sondern – strafverschärfend – als „qualifizierte“ Straftaten gelten sollen (wie beispielsweise gefährliche Körperverletzung). Jugendlichen Täter sollen in speziellen Programmen zu einer „Kultur der Toleranz“ umerzogen werden. Sektion 8 regelt, dass die Vorgaben bereits in den Grundschulen Teil des Unterrichts werden und Sektion 9 schreibt den Radio- und Fernsehsendern Mindestprogrammanteile vor, in denen sie das „Klima der Toleranz“ verbreiten sollen.

Kaum zu glauben aber wahr – hier wird eine offizielle Meinung klar vorgegeben und die Meinungsfreiheit, ein Grundrecht, ad absurdum geführt.

Aber dieser oktroyierte Meinungszwang einschließlich einer Verdrehung der Sachverhalte ist nicht neu und schon gar nicht einzigartig, weder für uns, noch für unsere Epoche. Multi-Kulti hat schon vor knapp 4.000 Jahren nicht funktioniert (Jan Assmann: „Moses, der Ägypter“, München 1998, Seiten 59-69).

1786 v.Chr. kamen die ersten Flüchtlingsströme hungerleidender Hyksos nach Ägypten. Diese Hyksos waren semitische Völker und stammten aus den Gebieten des heutigen Israel und Syriens. Dürre und Hunger trieb sie fort, eine neue Heimat suchend. Die den Fremden aufgeschlossenen und toleranten Ägypter nahmen die Asylanten auf, gaben ihnen Nahrung und ließen sie in Ägypten siedeln. Diesen Strömen semitischer Völker folgte auch Abraham.

Aber die Semiten waren im Gegensatz zu den damalig eher pazifistisch eingestellten Ägyptern kriegerisch, ehrgeizig und machthungrig. Sie nützten die Schwäche und Toleranz der Ägypter rigoros aus und verdrängten die herrschenden ägyptischen Könige, auch durch Mord, und setzten dafür semitische Pharaonen ein, die das ägyptische Volk unterdrückten. Es war eine Zeit grausamer Unterdrückung, die etwa bis in das Jahr 1540 v. Chr. währte und die Kultur Ägyptens maßgeblich und nachhaltig veränderte.

Der sogenannte Exodus unter Moses war nichts weiter als die Folge einer aufbegehrenden ägyptischen Masse, die seit über 200 Jahren unter der Fremdherrschaft und dem Joch der Hyksos gelitten und nun ihre Peiniger vertrieben hatte. Diese Meinung vertreten auch Josephus Flavus und Donald B. Redford. Sie sind der Meinung, dass die Herrschaft der Hyksos als Grundlage für die Exodus- Geschichte diente.
Die Darstellung in der Bibel, geschrieben von Nachkommen des Moses ist nichts weiter als eine Verdrehung der Tatsachen (Jan Assmann), um sich selbst und die eigenen Missetaten zu rechtfertigen.

Wie glaubwürdig die „Güte“ der fliehenden Semiten einschließlich ihrer vermeintlichen Unschuld ist, lässt sich in der Bibel nachlesen, Stellen, die historisch belegt sind, wenn auch nicht im Wortlaut aber sehr wohl anhand archäologischer Funde von verwüsteten Städten, geschliffenen Mauern, wo man nicht einen Stein auf dem anderen ließ.

„Brandschatzend und mordend schweiften die zurückkehrenden Hyksos mit heißem Schwert durch die Bevölkerung des heutigen Israel, Männer, Frauen und Kinder tötend.“
Nachzulesen in 5. Moses 2;34 ff, %. Moses 3,3 ff, 5. Moses 13;15 ff, 5. Moses 20;15 ff, Josua 6;21 ff, Josua 8;24 ff, Josua 10;22 ff, Josua 11;6 ff, Josua 12;7 ff, Josua 13; 1-33.

Solange die Menschen nicht ihr Ego bezwingen, mehr Bereitschaft für Kompromisse zeigen, sich allesamt in gleichem Maße anstrengen, Hürden, Eitelkeiten sowie Befindlichkeiten zu überwinden, sich von Irrglauben, Dogmatismus, religiösem Fanatismus und einer Scheinwelt aus den Objekten der Begierde (Maya) lösen, wird es weder Integration noch Frieden geben.

Doch zurück in die nähere Vergangenheit.

Bereits in dem Heft 16/1997 berichtete der Spiegel von dem gescheiterten Versuch eines Multi-Kulti. In dem Artikel „Gefährlich fremd“ geht der Autor sogar so weit zu behaupten, Migranten und Ausländer, hier auf muslimische Einwanderer bezogen stellten wegen ihrer Fremdartigkeit und Religion eine Gefahr für ein freiheitliches Deutschland dar.

Und am 30.11.2004 erklärte Frau Merkel die Multi-Kulti-Idee in Deutschland für gescheitert. In einem Gespräch mit der Bild-Zeitung sagte sie: „Aber Toleranz ist keine Einbahnstraße. Diejenigen, die zu uns kommen und auf Dauer hier leben wollen, müssen bereit sein, sich zu unserem Rechtsstaat zu bekennen und die deutsche Sprache zu lernen.“

https://www.focus.de/politik/deutschland/integration_aid_89011.html

Im Spiegel 13 von 2007 kann man lesen, wie „bereits allzu viele Gerichtsurteile den Islam-Fundamentalisten in die Hände spielten. … Mit Verweis auf die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Religionsausübung erlaubten Richter Muslimen hierzulande, ihre Kinder vom Schwimmunterricht abzumelden oder Klassenfeiern und -fahrten fernzubleiben. Auch dadurch konnten im aufgeklärten Europa die mittelalterlichen Keuschheitsvorstellungen Ost-Anatoliens überleben.“

… „Wir waren viel zu lange viel zu nachlässig“, meint Andreas Jacobs, Koordinator für Nahost-Politik und Islamische Länder in der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Ein Indiz dafür, „dass wir schleichend unsere eigenen Rechts- und Wertvorstellungen zur Disposition stellen.“

Nur gelernt hat man aus all dem nichts, denn es hat sich nichts verbessert. Im Gegenteil, die Probleme einer Islamisierung steigen uns über den Kopf, scheinen uns gänzlich zu überfordern. Um diese Unfähigkeit nicht eingestehen zu müssen, schwenkt man nun um und behauptet, der Islam gehört zu Deutschland und macht damit gute Miene zu bösem Spiel. Dies nennt man auch Kapitulation.